Ich bin ein Gewohnheitsmensch. Generell tendiere ich dazu selten was zu verändern, auch wenn mir bewusst ist, dass ein Neuanfang höchstwahrscheinlich gutes bringen würde. Ich habe oft Angst neue Dinge zu wagen & mich ins kalte Wasser zu stürzen. Kein Wunder also, dass ich, obwohl ich schon lange nicht mehr glücklich war, in meiner letzten Beziehung mir nie etwas anmerken lies. Besser etwas bedrückt & vergeben, als einsam & Single, dachte ich immer. Sowohl er als auch ich verstellten uns um es den anderen recht zu machen, um nicht zu streiten. Dank der rosaroten Brille war uns das auch am Anfang nicht bewusst. Trotzdem sahen wir schließlich ein, dass wir beide so nicht glücklich waren bzw. wurden.

Don´t change yourself just to make someone love you. Be yourself and let the right one fall for you.“ 

 Klar ist es toll einen Menschen zu haben, auf den man sich hundertpro verlassen kann & der immer für einen da ist. Eine Schulter zum Ausweinen an schlechten Tagen & ein offenes Ohr, wann immer man Gesellschaft braucht.  Ich war immer so ein Partner, behaupte ich zumindest von mir selber. Und ich, mit meiner rosaroten Brille, habe das auch in meinen Exfreund gesehen. Jedoch wurde mir vor allem in den letzten Monat dieser Beziehung bewusst, dass dies nicht der Wahrheit entspricht. Ständig war ich diejenige, die mehr gab, als sie empfing. Ich steckte viel Arbeit darin unsere Partnerschaft aufrecht zu erhalten. Erfolglos! Klar merkte ich, dass auch ihm bewusst war, dass nicht alles am Schnürchen lief, doch trotzdem hatte ich dauernd das Gefühl ihm sei es egal. Würde diese Beziehung zerbrechen, wäre es halt eben so – seine Worte. Versteht mich bitte nicht falsch! Ich bin auch jetzt nach unserer Trennung kein Feind von ihm. Wir sind immer noch gute Freunde, solang das halt möglich ist & ich verstehe seine Ansichten. Wir sind unterschiedliche Menschen, die einfach nicht zusammenpassen. Das musste ich einsehen! Selbst wenn man sich irrsinnig gern hat & den anderen geradezu vergöttert, muss man einfach zusammenpassen. Er und ich taten es nicht, unsere Einstellungen waren einfach zu unterschiedlich.

„Sometimes you have to realize some people can stay in your heart, but not in your life.“

Endlose Beratungsgespräche mit meinen besten Freundinnen, tausende Diskussionen mit ihm & noch mehr einsame tränenreiche Abende allein zu Hause im Bett, bis ich zu dem Entschluss kam, dass ich mir das nicht mehr gefallen lies. Nun zur Realität meiner früheren Gedanken: Besser Single & glücklich, als vergeben & traurig. Ich bin jung & selbständig & bei Gott nicht einsam! Selbst in Momenten, wie diesen, wo ich ihn schrecklich vermisse, weiß ich, dass es das richtige war uns zu trennen.

„Don´t cry because it´s over, smile because it happened.“ 

Trotz all den Tränen, den Streitereien, den endlosen Diskussionen & den schlussendlich nicht sehr netten „Auseinanderbrechen“ bin ich froh um die Zeit, die wir zusammen verbracht haben. Mehr als 10 Jahre war er immer an meiner Seite, zuerst als bester Freund, dann als Partner. In diesem Sinne DANKE für die unvergesslichen Momente, die Nächte, die wir zum Tag gemacht haben, die unzähligen Augenblicke, wo ich froh war, dass gerade du bei mir bist, für dein Verständnis in allen schwierigen Stunden, deine wärmenden Umarmungen, deinen unerklärlich tollen Humor, deine unvergleichliche Art mich immer zum Lachen zu bringen, selbst wenn mir nicht zum Lächeln zumute war. DANKE FÜR DICH!

Even if we can´t be together in the end, I´m glad that you were a part of my life.“ 

XO S.

P.S.: Lange habe ich daran gezweifelt, ob sowas überhaupt hier rauf gehört. Aber ich denke, da dies mein Blog gewidmet meinen Leben, gehört es dazu. Das Leben besteht nicht nur aus schönen Momenten.

P.P.S.: Bitte entschuldigt meine schrecklichen Zeichenkünste beim Beitragsbild. Ich bin aus dem  Kindergartenalter mit den Strichmänchen nie herausgewachsen – zumindest was das Zeichnen angeht.

 

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6 Gedanken zu “Die verdammt komplizierte Sache mit der Liebe

    1. Vielen lieben Dank für dein nettes Kommentar! 🙂 Gerade bei diesen Text, da er so lang ist, hatte ich Angst, dass er keinen interessieren würde.
      Ich wollte nämlich schon länger auch mehr persönliches auf meinen Blog schreiben, wusste aber nie wie es ankommt. Aber ab heute, auch dank deinen lieben Kommentar, werden noch einige Abschnitte folgen.
      Ganz herzliche liebe Grüße, Sabrina

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  1. Kopf hoch, Sabrina! 🙂 Ich denke, dieses Gefühl kennt jeder… und ich finde es immer interessant, so etwas zu lesen, um zu sehen, wie derjenige damit umgeht! Weißt du, was ich toll an deinem Beitrag finde? Ich finde, man kann die Veränderung in den Zeilen lesen. Du hast gelernt, damit umzugehen und hast auch wieder zu dir gefunden! Wie du schon sagst, lieber glücklich und single, als traurig und vergeben. Du kannst stolz auf dich sein! 🙂
    Ich lass dir ganz liebe Grüße da,
    Tina von http://www.freckledrebell.de

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    1. Es tut mir sehr leid, dass ich erst jetzt auf deinen lieben Kommentar antworte. Ich habe in leider total übersehen!
      Dankeschön für deine tollen Worte. Ich bin froh, dass meine Gefühle übers Schreiben richtig ankommen. Schließlich habe ich jetzt, nach fast einem Jahr, wirklich mit der Sache abschließen können & kann ehrlich sagen, dass es eine schöne Zeit war. Am Anfang hatte ich noch alles schlecht geredet & war einfach nur sauer.
      Freut mich aber sehr, dass es dir gefällt. Ich habe für die nahe Zukunft nämlich mehrere ähnliche Beiträge geplant, die nur mehr darauf warten veröffentlicht zu werden.
      Ganz liebe Grüße zurück & nochmal DANKESCHÖN für deine netten Worte, Sabrina

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    1. Vielen herzlichen Dank! Es freut mich immer sehr, wenn Leute meine Beiträge lesen & wenn sie dann auch noch gefallen bin ich meistens ganz aus dem Häuschen.
      Ich werde auf jeden Fall weiter machen. Ganz liebe Grüße aus Tirol!

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